Dirk Omlor

Ein kurzer Moment der Ruhe, ein anderes Outfit – und aus Dirk Omlor wird Rudi Lauer.
Auf der Bühne verbindet er Comedy mit faszinierender Zauberkunst.

Hier beginnt das Ritual, noch ohne Zauberei, aber mit einer erstaunlich ernst genommenen Vorbereitung.

Ein paar Pinselstriche später wird klar, dass es jetzt ernst wird, auch wenn es äußerlich ganz harmlos wirkt.

Sobald die Kappe sitzt, ist aus Dirk Omlor Rudi Lauer geworden, der Rest passiert auf der Bühne.

Saarländische Wurzeln
Es begann mit einem YPS-Heft
Aufgewachsen im saarländischen Homburg begann Dirk Omlors Leidenschaft für die Zauberei mit einem YPS-Heft. Einer Ausgabe lag eine Finger-Guillotine bei – ein simples Plastikteil, das den Finger scheinbar durchtrennte und in Wahrheit nur einen Kaugummistreifen halbierte. Für ihn war das echte Magie. Kein Trick, keine Illusion, sondern ein Moment, der hängen blieb.
Rückblickend war klar: An diesem Tag hatte er sich mit dem Bazillus Magicus infiziert. Von da an wollte er Zauberer werden. Er sammelte Zauberkästen, Bücher und VHS-Kassetten, übte vor dem Spiegel und trat auf, wo immer es ein Publikum gab. Mit Anfang zwanzig wurde er in den Magischen Zirkel von Deutschland aufgenommen.
Bevor es ihm aber richtig ernst wurde mit der Magie, widmete er sich erst einmal einem besonderen Zaubertrank: dem Bier. 200 Meter neben der saarländischen Karlsberg Brauerei aufgewachsen, studierte er Brauwesen in Weihenstephan und wurde außerdem Biersommelier.

Rudi Lauer betritt die Bühne
„Drei Zauberer und ein Todesfall“ hieß ein Theaterstück, das er gemeinsam mit zwei Zauberfreunden schrieb und das sie 2008 erstmals aufführten. Dabei entstand die Rolle des zaubernden Rudi Lauer.
Bei den Auftritten von Rudi Lauer steht von Anfang an nicht die Zauberei im Mittelpunkt, sie passiert eher nebenbei. Entscheidend sind seine trocken vorgetragenen Geschichten, seine Monologe, in denen er sich mit den Herausforderungen des Alltags beschäftigt.
Der regional immer größer werdende Erfolg brachte Dirk Omlor dazu, die Rolle Rudi Lauer weiter zu schärfen und zu vertiefen. Es folgte die Herzentscheidung seine Festanstellung zu kündigen, um sich mehr auf seine Comedy-Zauberei zu fokussieren – in seiner Rolle als der gemütliche, sympathische Saarländer von nebenan, der selbst gar nicht weiß, wie gut er als Zauberer tatsächlich ist und den nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Der sich selbst übrigens auch überhaupt nicht komisch findet – ganz anders als seine Zuschauer …